Infothek

Zurück zur Übersicht
Recht / Sonstige 
Dienstag, 06.03.2018

Kein Arbeitsunfall durch Kinderschrei ins Ohr einer Erzieherin

Wenn ein Kind in das Ohr einer Erzieherin schreit, kann diese nicht die Übernahme eines sog. Tinnitusmaskers von der Unfallversicherung verlangen. So entschied das Sozialgericht Dortmund (Az. S 17 U 1041/16).

Eine Erzieherin, die in einem heilpädagogischen Kinderheim beschäftigt ist, führte ihre Ohrgeräusche (sog. Tinnitus) darauf zurück, dass ihr ein Kind ins Ohr geschrien habe. Die Behörde lehnte die Übernahme der Kosten für einen sog. Tinnitusmasker zur Überlagerung der Ohrgeräusche ab.

Das SG Dortmund wies die dagegen gerichtete Klage ab. Es könne kein Zusammenhang zwischen dem Schrei und dem Tinnitus der Klägerin festgestellt werden. Menschliche Schreie könnten selbst bei Spitzenschallpegeln von mehr als 130 dB nur vorübergehende Mini-Lärmtraumata verursachen. Bleibende Hörschäden seien nicht zu erwarten, erst recht nicht ein Tinnitus.

Zurück zur Übersicht

Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.