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Steuern / Einkommensteuer 
Dienstag, 06.03.2018

Steuerlicher Freibetrag für nebenberufliche Vortragstätigkeit eines Professors?

Ein Professor kann für seine nebenberufliche Vortragstätigkeit nicht den Freibetrag nach § 3 Nr. 26 oder 26a EStG in Anspruch nehmen, da seine Tätigkeit nicht der von Ausbildern, Überleitern oder Erziehern vergleichbar ist und auch nicht der Förderung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke dient bzw. nicht als nebenberuflich einzustufen ist. So entschied das Finanzgericht Köln (Az. 15 K 2006/16).

Ein Professor hielt neben seiner Tätigkeit an der Hochschule nebenberuflich Vorträge und wollte den Freibetrag nach § 3 Nr. 26 bzw. 26a EStG in Anspruch nehmen. Das Finanzamt lehnte ab.

Die daraufhin erhobene Klage wies das Finanzgericht ab. Seine Vortragstätigkeit falle schon vom Wortlaut her nicht unter die Tätigkeiten von Ausbildern, Übungsleitern oder Erziehern bzw. diene nicht der Förderung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke. Auch sei seine Tätigkeit nicht nebenberuflich, da sie erhebliche Berührungspunkte und Überschneidungen zu seiner hauptberuflichen Tätigkeit habe. Die dienstrechtliche Einordnung als Nebentätigkeit ändere daran nichts, weil steuerrechtlich eigene Maßstäbe gälten.

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