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Steuern / Einkommensteuer 
Dienstag, 06.03.2018

Häusliches Arbeitszimmer eines Bühnen- und Kostümbildners kein Mittelpunkt seiner gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung

Für die Tätigkeiten eines Bühnen- und Kostümbildners steht zwar kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung, sie bilden aber nicht den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung, sodass die Höhe der abziehbaren Aufwendungen auf 1.250 Euro begrenzt ist. So entschied das Finanzgericht Köln (Az. 3 K 3798/12).

Der Kläger, ein Bühnen- und Kostümbildner, hatte in seiner Steuererklärung den vollständigen Abzug der Aufwendungen für sein häusliches Arbeitszimmer beantragt. Nach einer Betriebsprüfung gewährte das Finanzamt aber nur den nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG auf 1.250 Euro begrenzten Abzug.

Die dagegen gerichtete Klage wies das Finanzgericht ab. Die Tätigkeit des Klägers gliedere sich in drei Phasen. In der Entwurfsphase erstelle der Kläger erste Entwürfe und setze sie in maßstabsgetreue Modelle um. In der Umsetzungsphase begleitet und korrigiert er die technische Umsetzung des Bühnenbildes vor Ort und bei der Phase der Endproben in dem erstellten Bühnenbild sei ebenfalls seine Anwesenheit vor Ort notwendig. Der Mittelpunkt seiner Arbeit liege damit in sachlicher und zeitlicher Hinsicht nicht im häuslichen Arbeitszimmer.

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