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Steuern / Einkommensteuer 
Freitag, 02.03.2018

Keine Kürzung der abzugsfähigen Unterhaltsleistungen an das studierende Kind bei Unterhaltsleistungen von dessen nichtehelichem Lebensgefährten

Wenn ein studierendes Kind zu gleichen Teilen von den Eltern und von dessen nichtehelichem Lebensgefährten unterstützt wird, so können die Eltern gemäß § 33a EStG trotzdem den vollen Höchstbetrag (ab 2018: 9.000 Euro) geltend machen. So entschied das Finanzgericht Sachsen (Az. 3 K 1098/16).

Die Kläger hatten ihre Tochter im Studium in gleicher Höhe wie ihr damaliger Freund finanziell unterstützt und wollten dies als außergewöhnliche Belastung nach § 33a EStG geltend machen. Das Finanzamt wollte den Höchstbetrag dagegen nur hälftig berücksichtigen.

Das Finanzgericht gab der dagegen erhobenen Klage statt. Der Höchstbetrag könnte nur dann nur hälftig berücksichtigt werden, wenn der Lebensgefährte zivilrechtlich verpflichtet gewesen wäre. Eine sittliche Unterhaltsverpflichtung – wie hier – reiche jedoch nicht aus.

Das Finanzamt hat dagegen beim Bundesfinanzhof Revision eingelegt (BFH-Az. VI R 43/17).

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