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Recht / Zivilrecht 
Dienstag, 27.02.2018

Urlauber storniert Flugticket - Airline muss "Taxes" in voller Höhe zurückzahlen

Das Landgericht Frankfurt entschied, dass eine Airline bei der Stornierung von Flugtickets durch den Kunden die gesamten Gebühren zurückzahlen muss, die sie als “Taxes” ausgewiesen hat. Dabei komme es nicht darauf an, welche Gebühren die Fluggesellschaft hinter diesem Posten tatsächlich verstecke (Az. 2-24 S 138/16).

Der Kläger hatte eine Flugreise für vier Personen storniert. Ihm stand unstreitig die Rückzahlung aller Steuern und Gebühren zu. Die Fluggesellschaft hatte als “Taxes” 464,02 Euro pro Ticket ausgewiesen. Diesen Betrag wollte sie aber nicht in voller Höhe, sondern nur abzüglich des in der Summe enthaltenen Kerosinzuschlags zurückzahlen.

Das Gericht gab jedoch dem Kläger Recht. Zusätzliche Entgelte dürften sich nicht in den Steuern verstecken. Der Kläger habe Anspruch auf Rückzahlung des gesamten unter “Taxes” bezeichneten Betrags, d. h. für vier Tickets insgesamt 1.856,08 Euro. Die restlichen Kostenanteile der Flugtickets könne er jedoch nicht erstattet verlangen, denn die Fluggesellschaft habe nachweisen können, dass sie die stornierten Tickets nicht weiterverkaufen konnte. Dafür sei als Beweis ausreichend gewesen, dass in der Economy-Klasse viele Plätze frei blieben.

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