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Recht / Zivilrecht 
Freitag, 16.02.2018

Parken unterm Walnussbaum - Kein Anspruch auf Schadensersatz bei herabfallenden Nüssen

Wer sein Kfz unter einem Nussbaum parkt, trägt das allgemeine natürliche Lebensrisiko. Der Eigentümer, auf dessen Grundstück der Baum steht, muss in diesem Fall nicht für Schäden an einem Fahrzeug haften, welche durch herabfallende Walnüsse verursacht wurden. So entschied das Amtsgericht Frankfurt a. M. (Az. 32 C 365/17 (72)).

Im vorliegenden Fall ragten die Äste eines Walnussbaumes 1,5 m auf ein Nachbargrundstück, auf dem der Kläger seinen Pkw abgestellt hatte. Der Beklagte hatte diesen Walnussbaum regelmäßig zurückgeschnitten. Der Kläger behauptete, dass durch starke Winde mehrere mit Walnüssen und mit Nüssen behangene Äste von dem Walnussbaum des Beklagten auf das Klägerfahrzeug gefallen seien und dabei mehrere Dellen am Gehäuse, der Motorhaube und dem Dach verursacht hätten. Insgesamt sei ein Sachschaden von ca. 3.000 Euro entstanden. Der Kläger war der Ansicht, dass der Beklagte dafür sorgen müsse, dass von dem Walnussbaum keine Gefahren ausgehen.

Das Gericht entschied, dass der Kläger keinen Anspruch auf Schadensersatz hat. Im Herbst hätte er bei einem Walnussbaum mit dem Herabfallen von Nüssen rechnen müssen, denn dies sei eine natürliche Gegebenheit. Anhaltspunkte dafür, dass der Baum krank gewesen sei, habe es nicht gegeben.

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