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Steuern / Einkommensteuer 
Dienstag, 27.02.2018

Keine doppelte Haushaltsführung, wenn Hauptwohnung ca. 1 Stunde von der Arbeit entfernt ist

Werbungskosten für eine doppelte Haushaltsführung können nicht geltend gemacht werden, wenn der Steuerpflichtige nicht nur von der Zweitwohnung, sondern schon von der Hauptwohnung aus seine Arbeitsstätte in zumutbarer Weise täglich erreichen kann. So entschied der Bundesfinanzhof (Az. VI R 31/16).

Der Kläger konnte vom Wohnort seiner Familie aus seine ca. 36 km entfernte Arbeitsstätte in einer Großstadt sowohl mit dem Pkw wie mit öffentlichen Verkehrsmitteln in ca. einer Stunde erreichen. Um diese Zeitspanne zu verkürzen, mietete er eine näher zur Arbeitsstätte gelegene Zweitwohnung und machte diese Kosten als doppelte Haushaltsführung steuerlich geltend. Das Finanzamt akzeptierte das nicht.

Das Finanzgericht und der BFH wiesen die dagegen gerichtete Klage ab. Unter den Bedingungen einer Großstadt und deren Einzugsbereich seien solche Fahrzeiten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte üblich und ohne Weiteres zumutbar.

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