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Steuern / Umsatzsteuer 
Freitag, 16.02.2018

Ein bei der Konzernmutter angestelltes Aufsichtsratsmitglied einer Tochtergesellschaft ist umsatzsteuerlich Unternehmer

Ein leitender Angestellter der Konzernmutter, der als Aufsichtsratsmitglied in eine Tochter-AG entsandt wird, ist aus umsatzsteuerlicher Sicht als Unternehmer anzusehen. So entschied das Finanzgericht Münster (Az. 5 K 1419/16 U).

Der Kläger, leitender Angestellter der S-AG, war Aufsichtsratsmitglied bei der E-AG, einer 100 %-igen Tochter der S-AG und erhielt dafür eine jährliche Vergütung von 20.000 Euro erstattet. Diese Bezüge musste er an die S-AG abführen. Das Finanzamt sah die Aufsichtsratstätigkeit als umsatzsteuerpflichtig an.

Die dagegen erhobene Klage wies das Finanzgericht zurück. Als Aufsichtsratsmitglied sei der Kläger selbständig tätig gewesen, da er nicht den Weisungen der Gesellschaften zu folgen verpflichtet gewesen sei. Das ergebe sich u. a. aus seiner persönlichen Verantwortlichkeit und der Haftung für seine Entscheidungen. Damit sei er als selbständiger Unternehmer umsatzsteuerpflichtig.

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