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Steuern / Einkommensteuer 
Donnerstag, 15.02.2018

Kosten eines Deutschkurses keine Werbungskosten

Aufwendungen für das Erlernen der deutschen Sprache sind auch dann nicht als vorweggenommene Werbungskosten bei den Einkünften als nichtselbständiger Arbeit abziehbar, wenn die Deutschkenntnisse für einen ausländischen Staatsbürger notwendig waren, um sich erfolgreich um einen Arbeitsplatz zu bewerben. So entschied das Finanzgericht Hamburg (Az. 2 K 129/16).

Die mit einem Deutschen verheiratete russische Staatsangehörige arbeitete in einem Reiseunternehmen und machte Kosten für mehrere Deutschkurse steuerlich geltend. Das Finanzamt sah die Kosten als nicht abziehbare Kosten der privaten Lebensführung an.

Die dagegen erhobene Klage wies das Finanzgericht ab. Die Aufwendungen seien steuerlich nicht zu berücksichtigen, weil sie in bedeutendem Umfang privat mitveranlasst seien und es an einem objektiven Maßstab für eine Aufteilung der Kosten nach der privaten und beruflichen Veranlassung fehle.

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