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Recht / Zivilrecht 
Freitag, 19.01.2018

Sturz auf nasser Treppe im Außenbereich eines Hotels ist kein Reisemangel - Veranstalter haftet nicht

Das Oberlandesgericht Celle entschied, dass der Veranstalter nicht haftet, wenn eine Urlauberin auf einer nassen Treppe im Außenbereich stürzt und sich verletzt. Das stelle keinen Reisemangel dar (Az. 11 U 65/17).

Im vorliegenden Fall war eine Frau im Türkei-Urlaub auf einer Bruchsteintreppe im Außenbereich des Hotels gestürzt und hatte sich dabei das Fußgelenk gebrochen. Die Treppe war vom Reinigungspersonal abgespritzt worden. Die Klägerin verlangte vom Veranstalter 12.320 Euro für den Schaden. Dieser weigerte sich, zu zahlen.

Das OLG hielt dies für rechtmäßig. Preisminderung, Schadensersatz und Schmerzensgeld stehen dem Urlauber nicht zu. Der Veranstalter könne für den Sturz nicht haftbar gemacht werden. Das Sturzrisiko zähle zum allgemeinen Lebensrisiko. Mit Nässe auf einer Treppe im Außenbereich eines Hotels müsse generell gerechnet werden.

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