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Steuern / Einkommensteuer 
Dienstag, 19.12.2017

Umzugskosten steuerlich geltend machen

Ist ein Umzug beruflich veranlasst, können die Umzugskosten als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden.

Beruflich veranlasst ist ein Umzug in den folgenden Fällen:

  • Erhebliche Verkürzung der Entfernung zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte oder
  • Durchführung im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers oder
  • Verlegung des eigenen Hausstands zur Beendigung einer doppelten Haushaltsführung an den Beschäftigungsort

Abgezogen werden können folgende Aufwendungen:

  • Reisekosten (z. B. Wohnungssuche, Umzugsvorbereitung, Umzugsreise) und Beförderungsauslagen (insb. Speditionskosten)
  • Mietentschädigung im Falle einer Überschneidung zwischen Auszug und Mietvertragsbeginn/-ende
  • Maklergebühren (Inserate, Telefonate)
  • Unterrichtskosten für Kinder
  • Aufwendungen für einen Kochherd bzw. Öfen

Für sonstige Umzugsauslagen gelten im Bundesumzugskostengesetz (BUKG) festgelegte Pauschbeträge.

Abgezogen werden können die tatsächlichen Umzugskosten grundsätzlich bis zur Höhe der Beträge als Werbungskosten, die nach dem BUKG und der Auslandsumzugskostenverordnung als Umzugskostenvergütung höchstens gezahlt werden könnten.

Im Rahmen der Vorgaben des BUKG ist die Erstattung der Umzugskosten durch den Arbeitgeber steuerfrei, können bei Erstattung aber nicht als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden.

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Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.