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Recht / Arbeits-/Sozialrecht 
Dienstag, 19.12.2017

Cannabis auf Rezept für gesetzliche Krankenversicherte nur bei schwerer Erkrankung und Aussicht auf Besserung

Das Landessozialgericht Hessen wies darauf hin, dass gesetzlich Krankenversicherte Cannabis auf Rezept nur dann bekommen können, wenn eine schwere Krankheit nachgewiesen werden kann und Aussicht auf Besserung besteht. Die Anträge von zwei Männern, die über Schmerzen klagten, seien zu Recht von der Krankenkasse abgelehnt worden (Az. L 8 KR 366/17 B ER Fibromyalgie/Muskelschmerzen, Az. L 8 KR 255/17 B ER Schmerzsyndrom).

In einem dritten Fall hatte ein Mann mit starken Bauchschmerzen allerdings Erfolg (Az. L 8 KR 288/17 B ER). Das Gericht entschied, dass die Krankenkasse die Versorgung mit einem Cannabis-Mundspray übernehmen muss. Die Erkrankung sei schwer, u. a. hätten auch jahrelange Morphium-Gaben die Beschwerden nur leicht lindern können. Zudem gebe es Aussicht auf eine spürbare Besserung.

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