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Recht / Arbeits-/Sozialrecht 
Donnerstag, 14.12.2017

Stellenangebot von Autohaus: "Frauen an die Macht" - ausnahmsweise keine Diskriminierung

Ein Autohaus hatte auf seiner Homepage unter der Überschrift “Frauen an die Macht” gezielt eine weibliche Autoverkäuferin gesucht. Ein Mann, der sich erfolglos auf die Stelle beworben hatte, fühlte sich diskriminiert und verklagte das Autohaus unter Berufung auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) auf Zahlung einer Entschädigung in Höhe von drei Monatsgehältern eines Automobilkaufmanns.

Das Landesarbeitsgericht Köln entschied – wie schon die erste Instanz , dass der Kläger keinen Anspruch auf Entschädigung nach dem AGG hat (Az. 7 Sa 913/16). Der Text der Stellenanzeige spreche zwar dafür, dass er wegen seiner Eigenschaft als Mann benachteiligt worden sei. Diese Benachteiligung sei aber hier ausnahmsweise gerechtfertigt gewesen, da das Autohaus in seinem gesamten Verkaufs und Servicebereich bislang nur Männer beschäftigt habe und es diesem Zustand im Interesse der weiblichen Kundschaft und in Absprache mit dem Betriebsrat ein Ende habe bereiten wollen. Eine solche Maßnahme decke sich mit dem Sinn und Zweck des AGG und löse keinen Entschädigungsanspruch aus.

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