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Recht / Sonstige 
Donnerstag, 16.11.2017

Auch Lehrer an Privatschule müssen wissenschaftliches Studium oder entsprechende Ausbildung nachweisen

Wer weder ein wissenschaftliches Studium an einer Hochschule absolviert noch mit einer Prüfung wissenschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten nachgewiesen oder eine vergleichbare Aus- oder Fortbildung durchlaufen hat, kann nicht dauerhaft an einer Privatschule unterrichten. So entschied das Verwaltungsgericht Koblenz (Az. 4 K 183/17)

Im vorliegenden Fall hatte ein privates Gymnasium bei der zuständigen Behörde eine Beschäftigungsgenehmigung für eine Erzieherin beantragt, die Religion unterrichten sollte. Sie hatte zwar eine kirchliche Bevollmächtigung zur Erteilung von evangelischem Religionsunterricht, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion erteilte die Genehmigung jedoch nicht.

Das Gericht gab der Behörde Recht. Die Frau habe weder ein wissenschaftliches Studium an einer Hochschule absolviert noch mit einer Prüfung ihre wissenschaftlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nachgewiesen oder eine vergleichbare Aus- oder Fortbildung durchlaufen. Darüber hinaus habe sie auch keine sonstigen Nachweise im Hinblick auf den notwendigen Erwerb wissenschaftlicher Kenntnisse vorgelegt. Da diese Voraussetzungen auch für die Orientierungsstufe gelten würden, könne sie nicht dauerhaft an der Privatschule unterrichten.

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