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Steuern / Einkommensteuer 
Donnerstag, 19.10.2017

Doppelte Haushaltsführung steuerlich geltend machen

Eine doppelte Haushaltsführung liegt vor, wenn ein Steuerpflichtiger außerhalb des Ortes, an dem er einen eigenen Hausstand unterhält, beruflich tätig ist und auch am Ort der Berufstätigkeit eine Zweitwohnung innehat. Aufwendungen für eine doppelte Haushaltsführung können als Werbungskosten bzw. als Betriebsausgaben geltend gemacht werden, wenn sie nicht vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet werden. Darunter fallen insbesondere:

  • Fahrtkosten zu Beginn und Ende der doppelten Haushaltsführung in Höhe der tatsächlichen Fahrtkosten auf Basis der Gesamtkosten eines Jahres bzw. pauschal mit 0,30 Euro pro gefahrenem Kilometer,
  • die Kosten für eine wöchentliche Heimfahrt mit der Entfernungspauschale von 0,30 Euro,
  • Verpflegungsmehraufwendungen für einen Zeitraum von maximal drei Monaten,
  • Aufwendungen für die Zweitwohnung (z. B. Miete, Betriebskosten, Kosten der laufenden Reinigung und Pflege, AfA für notwendige Einrichtungsgegenstände, Zweitwohnungsteuer, Rundfunkbeitrag, Miet- oder Pachtgebühren für Kfz-Stellplätze, Aufwendungen für Sondernutzung wie Garten), begrenzt auf den Durchschnittsmietzins einer 60 qm-Wohnung am Beschäftigungsort, maximal 1.000 Euro im Monat. Darunter fallen laut Finanzgericht Düsseldorf nicht die Kosten für die notwendige Einrichtung der Wohnung (Urteil 13 K 1216/16 E vom 14.03.2017, Revision beim Bundesfinanzhof anhängig, BFH-Az. VI R 18/17).
  • die angefallenen Umzugskosten (tatsächliche Kosten sowie Pauschbeträge).
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Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.