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Steuern / Einkommensteuer 
Sonntag, 15.10.2017

Doppelte Haushaltsführung - Durchschnittsmietzins kann nach gültigem Mietspiegel bemessen werden

Der Bundesfinanzhof entschied, dass der im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung als Werbungskosten zu berücksichtigende sog. Durchschnittsmietzins einer 60 qm-Wohnung am Beschäftigungsort nach dem im fraglichen Zeitraum gültigen Mietspiegel bemessen werden kann (Az. VI R 42/15).

Im Streitfall war die Ermittlung des ortsüblichen Durchschnittsmietzinses durch das Finanzgericht revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Das Urteil betrifft die Rechtslage vor 2014. Als Unterkunftskosten für eine doppelte Haushaltsführung werden seit 2014 die dem Arbeitnehmer tatsächlich entstandenen Aufwendungen für die Nutzung der Wohnung oder Unterkunft höchstens bis zu einem nachgewiesenen Betrag von 1.000 Euro pro Monat anerkannt. Die Prüfung der Notwendigkeit und Angemessenheit entfällt. Auch auf die Zahl der Wohnungsbenutzer kommt es nicht an.

Der Höchstbetrag umfasst sämtliche entstehenden Aufwendungen wie Miete, Betriebskosten, Kosten der laufenden Reinigung und Pflege der Zweitwohnung oder unterkunft, AfA für notwendige Einrichtungsgegenstände (ohne Arbeitsmittel), Zweitwohnungsteuer, Rundfunkbeitrag, Miet oder Pachtgebühren für Kfz-Stellplätze und Aufwendungen für Sondernutzung wie Garten), die vom Arbeitnehmer selbst getragen werden.

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