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Recht / Öffentl. Recht 
Dienstag, 05.09.2017

Mindestkörpergrößen für Polizeibewerber in NRW rechtswidrig

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf entschied, dass die durch Erlass des Ministeriums des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen für die Einstellung in den Polizeidienst des Landes festgelegten Mindestgrößen von 163 cm für Frauen und 168 cm für Männer unwirksam sind (Az. 2 K 7427/17).

Im vorliegenden Fall hatte sich die Klägerin für die Einstellung in den Polizeidienst in NRW im Jahr 2017 beworben. Jedoch wurde sie vom Auswahlverfahren ausgeschlossen, weil sie mit einer Größe von 161,5 cm die geforderten 163 cm unterschritt.

Das VG Düsseldorf hält diese festgelegte Verwaltungspraxis des Landes NRW zur Mindestgröße für rechtswidrig, denn nach dem im Grundgesetz verankerten Prinzip der Bestenauslese dürfe der Zugang zum Beamtenverhältnis nur von Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung abhängig gemacht werden.

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