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Steuern / Einkommensteuer 
Montag, 28.08.2017

Abgrenzung eines häuslichen Arbeitszimmers von einer Betriebsstätte

Ein Büroraum ist keine Betriebsstätte, sondern nur ein häusliches Arbeitszimmer, wenn dieser in den Wohnbereich eingegliedert, nicht nach außen erkennbar für den Publikumsverkehr geöffnet und auch nicht leicht zugänglich ist, da der Weg zum Büro gleichzeitig der Weg zu den Wohnräumen des Klägers ist. So entschied der Bundesfinanzhof (Az. X B 23/17).

Der Kläger, ein Versicherungsmakler, unterhielt neben seinem Hauptbüro noch einen angemieteten Büroraum im ersten Obergeschoss des Hauses, in dem er auch wohnte, mit davor liegendem Flurbereich, einer Gästetoilette und einer Werbetafel. Der Weg zum Büro war gleichzeitig der Weg zu den Wohnräumen des Klägers. Die Mietkosten von 3.000 Euro jährlich berücksichtigte er als Betriebsausgaben. Das Finanzamt und das Finanzgericht gewährten aber nur Werbungskosten für ein häusliches Arbeitszimmer.

Die Beschwerde des Klägers wegen Nichtzulassung der Revision wies der BFH zurück. Das Finanzgericht sei zu Recht davon ausgegangen, dass das Büro wegen seiner Eingliederung in den Wohnbereich nicht leicht zugänglich gewesen sei und dadurch die notwendige nach außen erkennbare Widmung für den Publikumsverkehr gefehlt habe.

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