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Steuern / Sonstige 
Freitag, 25.08.2017

Nach Insolvenzeröffnung anfallende Erbschaftsteuer ist vorrangige Masseverbindlichkeit

Die Erbschaftsteuer auf eine Erbschaft eines Insolvenzschuldners nach Insolvenzeröffnung ist eine vorrangig zu befriedigende Masseverbindlichkeit und als solche gegen den Insolvenzverwalter festzusetzen. So entschied der Bundesfinanzhof (Az. II R 30/15).

Der Kläger ist Insolvenzverwalter über das Vermögen eines Insolvenzschuldners, über das im April 2010 das Insolvenzverfahren eröffnet worden war. Im Oktober 2010 erhielt der Insolvenzschuldner eine Erbschaft. Das Finanzamt setzte Erbschaftsteuer gegen den Insolvenzverwalter fest.

Anders als das Finanzgericht wies der BFH die dagegen erhobene Klage ab. Wenn der Insolvenzschuldner nach Insolvenzeröffnung erbe, gehe die auf den Erwerb entfallende Erbschaftsteuer nach § 55 Insolvenzordnung allen anderen Forderungen vor.

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