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Steuern / Einkommensteuer 
Donnerstag, 24.08.2017

Aufwendungen für ein im Rahmen mehrerer Einkunftsarten genutztes häusliches Arbeitszimmer

Der Höchstbetrag abziehbarer Aufwendungen in Höhe von 1.250 Euro ist bei der Nutzung eines häuslichen Arbeitszimmers im Rahmen mehrerer Einkunftsarten nicht nach den zeitlichen Nutzungsanteilen in Teilhöchstbeträge aufzuteilen. Er kann durch die dem Grunde nach abzugsfähigen Aufwendungen in voller Höhe ausgeschöpft werden. So entschied der Bundesfinanzhof (Az. VIII R 52/13).

Der Kläger war nichtselbständig beschäftigt und nebenher als selbständiger Schriftsteller tätig. Er machte Betriebsausgaben für das häusliche Arbeitszimmer in Höhe von 1.250 Euro geltend. Das Finanzgericht gestand ihm mit 675 Euro nur die Hälfte zu, da es die Nutzung des Arbeitszimmers nur zur Hälfte für seine selbständige Tätigkeit annahm.

Der BFH gab dagegen dem Kläger Recht. Eine Aufteilung des Höchstbetrags unter Bildung von Teilhöchstbeträgen für die verschiedenen Einkunftsarten sei nicht vorzunehmen. Es gebe keinen gesetzlichen Anhaltspunkt und keinen Grund, den Höchstbetrag einkünftebezogen zu verstehen. Somit sei der Höchstbetrag einem Steuerpflichtigen einerseits nicht mehrfach zu gewähren, wenn ein Arbeitszimmer im Rahmen mehrerer Einkunftsarten, für die jeweils kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht, genutzt werde. Er sei aber andererseits im konkreten Fall auch nicht aufzuteilen und den jeweiligen Nutzungen im Rahmen der verwirklichten Einkunftsarten in Teilhöchstbeträgen zuzuordnen.

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