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Steuern / Einkommensteuer 
Dienstag, 08.08.2017

Musterklage: Straßenausbaubeiträge von der Steuer absetzen

Der Bund der Steuerzahler unterstützt die Klage von Grundstücksbesitzern, die die geschätzten Arbeitskosten bei Erschließungsbeiträgen für den Straßenausbau als Handwerkerleistung von der Steuer absetzen wollen (Finanzgericht Berlin-Brandenburg Az. 3 K 3130/17).

Eine Gemeinde ließ eine Sandstraße ausbauen und beteiligte die Anwohner an den Erschließungskosten. Da nur die Arbeitskosten, nicht aber Materialkosten bei der Steuer abgezogen werden dürfen, im Vorauszahlungsbescheid der Gemeinde jedoch nur eine Gesamtsumme ausgewiesen war, schätzten sie die Arbeitskosten auf 50 Prozent und machten diese als Handwerkerleistungen geltend.

Diese Fallkonstellation wurde bisher unterschiedlich beurteilt. Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg war gegen den Steuerabzug für Straßenausbaubeiträge (Az. 11 K 11018/15), das Finanzgericht Nürnberg dafür und ließ eine Schätzung der Arbeitskosten zu (Az. 7 K 1356/14). Der Bundesfinanzhof ließ ebenfalls – allerding nur in einem Fall zu einem Wasseranschluss – eine Schätzung zu (Az. VI R 56/12).

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