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Recht / Zivilrecht 
Donnerstag, 24.08.2017

Mitglied eines Kleingärtnervereins muss gepachtete Parzelle selbst bewirtschaften

Die Kündigung eines Mitglieds eines Kleingärtnervereins, der seine gepachtete Parzelle nicht selbst bewirtschaftete, sondern einem Bekannten überließ, ist rechtmäßig. So entschied das Amtsgericht Frankfurt/Main (Az. 33 C 684/17 (52)).

Im vorliegenden Fall war der Pächter einer Parzelle eines Kleingärtnervereins gesundheitlich und nach seinem Wegzug nicht mehr in der Lage, sich regelmäßig um den Kleingarten zu kümmern. Statt ihn jedoch aufzugeben, überließ er ihn einem Bekannten und kam nur noch alle sechs Wochen selbst dorthin. Der Verein kündigte deswegen das Pachtverhältnis.

Das Gericht hielt die Kündigung für rechtmäßig. Wer eine Parzelle auf seinem Gelände bearbeite, müsse Sache des Vereins bleiben. Das Mitglied habe nicht das Recht, die Bewirtschaftung des Kleingartens anderweitig zu überlassen.

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