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Recht / Arbeits-/Sozialrecht 
Dienstag, 19.09.2017

Suche nach Haustier auf dem Weg von der Arbeit nach Hause nicht unfallversichert

Die Suche nach dem Haustier auf dem Weg von der Arbeit nach Hause unterliegt nicht dem gesetzlichen Unfallversicherungsschutz. So entschied das Sozialgericht Landshut (Az. S 13 U 243/16).

Im vorliegenden Fall war ein Arbeitnehmer nach seiner Spätschicht zu Hause angekommen und ging auf einem gepflasterten Gehweg in Richtung Haustür, als ihm der Gedanke kam, dass er nach seiner Katze Ausschau halten müsse. Beim Betreten des neben dem Gehweg befindlichen Rasens rutschte er jedoch etwa einen Meter neben dem Gehweg auf dem nassen Rasen aus und zog sich dabei eine Schulterverletzung zu. Die Unfallversicherung verneinte den Versicherungsschutz.

Das Gericht vertrat ebenfalls die Auffassung, dass jegliche privat motivierte Verrichtung auf dem Weg von der Arbeit und zurück den Versicherungsschutz sofort beende. Zum Zweck einer privaten Verrichtung sei nicht einmal der geringste Umweg ohne Folgen für den Versicherungsschutz. Nicht schon allein der Gedanke an die Katze, aber bereits der erste Schritt zum Zweck ihrer Suche sei somit unversichert gewesen.

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