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Recht / Zivilrecht 
Dienstag, 22.08.2017

Nachbarschaftsstreit wegen angelehnter Leiter und Bohrlöchern an Außenwand des Nachbarhauses

Das Amtsgericht München entschied in einem rechtskräftigen Urteil, dass das Anlehnen einer Leiter an der Dachrinne des Nachbarn und das Bohren von Löchern an der Außenwand des Nachbarhauses das Eigentumsrecht der Nachbarn verletzen (Az. 233 C 29540/15).

Im vorliegenden Fall wohnten die Streitparteien, zwei Ehepaare, nebeneinander in Reihenhäusern. Während des Sommerurlaubs der Kläger errichteten die Beklagten zwischen den Terrassen eine Holztrennwand ohne vorherige Genehmigung der Kläger. Dafür bohrten sie Löcher in die Außenwand des Nachbarhauses. Des Weiteren lehnten sie über mehrere Monate eine schwere Metallleiter an das angrenzende Dach.

Das AG München gab den Klägern Recht. Nach Auffassung des Gerichts darf jeder Nichtberechtigte von der Nutzung seines Eigentums, in diesem Fall der Dachkante, abhalten. Die Kläger können von den Beklagten die Entfernung der Leiter verlangen und auch darauf bestehen, dass keine Löcher in die eigene Hauswand gebohrt werden. Dies sei rechtens.

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