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Recht / Zivilrecht 
Mittwoch, 16.08.2017

Flusskreuzfahrt: Austausch des Schiffes nicht unbedingt Reisemangel

Das Amtsgericht München entschied, dass kein Reisemangel vorliegt, wenn eine Reederei für eine Flusskreuzfahrt das Schiff austauscht. Das gelte jedenfalls, wenn das Unternehmen kein bestimmtes Schiff versprochen habe und der Gast durch den Schiffswechsel nicht schlechter gestellt werde (Az. 159 C 9571/1/15).

Eine Frau hatte eine Flusskreuzfahrt auf der Rhône gebucht. Der Veranstalter informierte die Kundin vorab über einen Wechsel des Schiffes. Daraufhin kündigte sie den Reisevertrag, doch der Anbieter verlangte Stornogebühren.

Das Gericht war der Auffassung, dass die Kundin die Stornogebühren bezahlen muss. Der bloße Tausch des Schiffes stelle keinen Reisemangel dar, der die Frau zu einer Kündigung des Reisevertrags berechtigt hätte. Zudem sei der Frau sogar eine Suite an Bord angeboten worden, die besser gewesen wäre als die ursprünglich gebuchte Kabine. Ihrem Einwand, die Suite liege neben der Bar, könne nicht gefolgt werden, denn das hätte auch auf dem anderen Schiff so sein können.

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