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Steuern / Einkommensteuer 
Mittwoch, 30.08.2017

Kürzung des Werbungskostenabzugs wegen verbilligter Vermietung an Angehörige

Die Einkünfteabsicht fehlt insoweit, als eine Wohnung einem Angehörigen zu einem Mietzins von weniger als 75 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete überlassen wurde. Die geltend gemachten Werbungskosten sind entsprechend anteilig zu kürzen. So entschied das Finanzgericht Düsseldorf (Az. 11 K 3115/14).

Die Kläger hatten ihre Eigentumswohnung an ihren Sohn verbilligt vermietet. Sie gaben an, dass seit Beginn der Vermietung der vereinbarte Mietzins die Schwelle von 75 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete überschreite. Das Finanzamt erkannte die Werbungskosten in dieser Höhe wegen fehlender Einkünfteerzielungsabsicht nicht an.

Die dagegen erhobene Klage wies das Finanzgericht ab. Die gezahlte Miete betrage nur 72,43 % der ortsüblichen Marktmiete, da bei deren Ermittlung entgegen der Ansicht der Kläger ein Zuschlag für die überlassene Einbauküche, die Waschmaschine und den Trockner zu berücksichtigen sei. Die Einkünfteerzielungsabsicht bestehe nur insoweit. Daher seien die Werbungskosten anteilig nur in dieser Höhe zu berücksichtigen.

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