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Steuern / Umsatzsteuer 
Dienstag, 01.08.2017

Eisskulpturenausstellung kein dem ermäßigten Umsatzsteuersatz unterliegendes "Museum"

Eine Eisskulpturenausstellung ist kein dem ermäßigten Umsatzsteuersatz unterliegendes “Museum”. Eintrittsgelder in eine solche Ausstellung sind daher mit dem Regel-Umsatzsteuersatz zu besteuern. So entschied das Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern (Az. 2 K 220/13).

Der Kläger führt alljährlich während der Wintermonate eine Ausstellung durch, in deren Rahmen von nationalen und internationalen Künstlern Eisskulpturen geschaffen und den Besuchern gegen Entgelt präsentiert werden. Das Finanzamt versteuerte die Eintrittsgelder mit dem Regelsteuersatz.

Die daraufhin erhobene Klage wies das Finanzgericht ab. Wenn ausgewählte Künstler Skulpturen nach einem vom Veranstalter vorgegebenen Thema aus einem vom Veranstalter bereitgestellten Material (Eis) bildhauerisch angefertigten und diese Eisskulpturen nur für eine begrenzte Zeit besichtigt werden könnten, genüge dies den an eine Kunstsammlung zu stellenden qualitativen Mindestanforderungen nicht, um den umsatzsteuerrechtlichen Museumsbegriff ausfüllen zu können.

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