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Recht / Sonstige 
Montag, 31.07.2017

Zuweisung zu einer bestimmten Klasse in einer Grundschule in Hannover rechtmäßig

Das Verwaltungsgericht Hannover hat den Eilantrag einer Schülerin der Hoffmann-von-Fallersleben-Grundschule abgelehnt, die sich gegen die Zuweisung zu einer bestimmten Klasse wendet (Az. 6 B 5376/17).

Die Schülerin besuchte im Schuljahr 2016/2017 die Klasse 1b der Schule. In diesem Schuljahr führte die Schule den ersten Schuljahrgang zweizügig mit jeweils sechsundzwanzig Kindern in einer Klasse. Für das kommende Schuljahr 2017/2018 beschloss die Schule – aufgrund des Zugangs von vier weiteren Schülern in diesen Jahrgang – eine Teilung der (bisherigen) Klassen 1a und 1b und die Schaffung einer neuen Klasse 2c mit insgesamt 16 Schülerinnen und Schülern. Die Schülerin, die der Klasse 2c zugeteilt wurde, wendet sich dagegen mit der Begründung, dass der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund im Vergleich zu den Klassen 2a und b überdurchschnittlich hoch sei. Außerdem seien der Klasse 2c fast nur leistungsschwache Schüler zugeteilt worden. Die Schule entgegnete, dass bei der Teilung der Klassen auf die Entstehung ausgewogener Verhältnisse geachtet worden sei. Die gewählten Auswahlkriterien seien sachgerecht und aus pädagogischer Sicht angemessen. Eine Quotierung des Migrationsanteiles sei gesetzlich nicht vorgesehen. Von den 16 Kindern der neuen 2c hätten nahezu alle die deutsche Staatsangehörigkeit inne. Die meisten Kinder seien durchschnittlich und vier Kinder besonders leistungsstark. Lediglich zwei leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler seien dieser Klasse zugeteilt. Sprachdefizite habe nur ein Kind dieser Klasse.

Das Gericht lehnte den Eilantrag ab. Die Antragstellerin habe keinen Anspruch auf Zuweisung zu der Parallelklasse 2b. Insbesondere folge ein solcher Anspruch nicht aus dem grundgesetzlich geschützten Recht auf freie Entfaltung. Verfassungsrechtlich bedenklich sei eine schulorganisatorische Maßnahme erst dann, wenn sie für die Entwicklung des Kindes offensichtlich nachteilig sein würde. Dies hätten die Eltern der Schülerinnen nicht glaubhaft machen können. Der Migrationshintergrund allein lasse weder Rückschlüsse auf die sprachlichen und sozialen Voraussetzungen noch auf das schulische Leistungsvermögen von Kindern oder deren Arbeits- und Sozialverhalten zu. Dem Vorbringen, der Klasse 2c seien fast nur leistungsschwache Schülerinnen und Schüler und alle Kinder mit großen Sprachschwierigkeiten zugeteilt worden, sei die Schule substanziiert entgegengetreten. Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit dieser Angaben seien nicht ersichtlich.

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