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Steuern / Umsatzsteuer 
Montag, 17.07.2017

Zuordnungszeitpunkt für Vorsteuerabzug bei gemischt-genutztem Grundstück

Da die Vorsteuer sofort abgezogen werden kann, sollte ein Unternehmer seine Entscheidung, ob ein erworbener Gegenstand zum Unternehmen gehört und damit vorsteuerfähig sein soll, schon im Zeitpunkt der nächstmöglichen Umsatzsteuer-Voranmeldung nach außen dokumentieren. Laut dem BFH-Urteil vom 07.07.2011 (Az. V R 21/10) ist die Zuordnung aber spätestens bis zum 31.05. des Folgejahres zu treffen. So entschied des Finanzgericht Niedersachsen (Az. 5 K 298/14).

Die Klägerin, Betreiberin eines Fitnessunternehmens, gab ihre Umsatzsteuererklärung für 2009 erst am 30.11.2011 ab und machte darin Vorsteuern für ein gewerblich genutztes Büro innerhalb eines von ihr privat bewohnten Hauses geltend. Das Finanzamt lehnte den Abzug der Vorsteuern ab.

Das Finanzgericht wies die dagegen gerichtete Klage ab. Eigentlich hätte die für den Abzug der Vorsteuern notwendige Zuordnung des Büros zum Unternehmen noch im selben Voranmeldungszeitraum erfolgen müssen, entsprechend dem BFH-Urteil V R 21/10 aber spätestens bis zum 31.05. des Folgejahres, hier also bis zum 31.05.2010. Die Zuordnung erst mit der Umsatzsteuererklärung vom 30.11.2011, also fast zwei Jahre nach dem Veranlagungszeitraum 2009, sei in jedem Fall aber zu spät.

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