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Steuern / Einkommensteuer 
Freitag, 14.07.2017

Kostenlose Verpflegung von Busfahrern sind nur beschränkt als Betriebsausgaben abziehbar

Aufwendungen eines Raststättenbetreibers für die kostenlose Verpflegung von Busfahrern mit dem Ziel, diese zum Ansteuern seiner Raststätten zu motivieren, sind als Bewirtungen aus geschäftlichem Anlass nur beschränkt als Betriebsausgaben abziehbar. So entschied das Finanzgericht Niedersachsen (Az. 2 K 11255/15).

Der Kläger, ein Betreiber von Autobahnraststätten, gibt an Busfahrer eine Kundenkarte aus und bewirtet sie mit oder ohne Bus kostenlos, in der Erwartung, dass diese bei Busreisen auf den Raststätten halten und die Reisenden dort einkaufen. Das Finanzamt bewertete diese Aufwendungen als Bewirtungskosten, die nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 EStG um 20 Prozent zu kürzen seien.

Das Finanzgericht gab dem Finanzamt Recht. Es handele sich um Aufwendungen für die Bewirtung von Personen aus geschäftlichem Anlass. Das “Abladen” von Businsassen in der Raststätte des Steuerpflichtigen stelle keine Gegenleistung des Busfahrers für seine Verpflegung dar und die unentgeltliche Bewirtung des Busfahrers sei nicht Gegenstand der mit Gewinnabsicht ausgeübten Tätigkeit des Betreibers der Raststätte.

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