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Steuern / Einkommensteuer 
Freitag, 07.07.2017

Zinseinnahmen in der Investitionsphase fallen nicht unter die günstige Tonnagebesteuerung

Zinseinnahmen sind nicht von der Abgeltungswirkung der Tonnagebesteuerung nach § 5a Abs. 1 EStG erfasst, wenn sie nicht direkt auf den Betrieb eines Handelsschiffs im internationalen Verkehr entfallen und die zugrunde liegenden Kapitalanlagen auch nicht als Neben- oder Hilfsgeschäft unmittelbar mit dem Einsatz eines solchen Schiffs oder seiner Vercharterung zusammenhängen. So entschied der Bundesfinanzhof (Az. IV R 14/14).

Die Klägerin, eine Ein-Schiff-Gesellschaft in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG, hatte zur Tonnagebesteuerung nach § 5a EStG optiert. Sie beteiligte sich an weiteren Ein-Schiff-Gesellschaften als Kommanditist. Das dafür eingezahlte, aber zunächst noch nicht für die Bezahlung der Schiffe verwendete Kapital erwirtschaftete Zinsen. Das Finanzamt setzte in Höhe der Zinsen unabhängig von der Tonnagebesteuerung einen Gewinn fest.

Anders als das Finanzgericht wies der BFH die dagegen erhobene Klage ab. Die streitigen Zinseinnahmen seien nicht von der Abgeltungswirkung des § 5a Abs. 1 EStG erfasst, denn sie entfielen weder direkt auf den Betrieb eines Handelsschiffs im internationalen Verkehr noch hingen die zugrunde liegenden Kapitalanlagen als Neben- oder Hilfsgeschäft unmittelbar mit dem Einsatz eines solchen Schiffs oder seiner Vercharterung zusammen.

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